Sayl Design-Story
Unser Auftrag an Designer Yves Béhar lautete, einen äußerst erschwinglichen Stuhl zu schaffen, der alle Kernelemente des Herman-Miller-Konzepts umfasst: innovatives Design, bahnbrechende Ergonomik, eine hochwertige Konstruktion und ökologisches Verantwortungsbewusstsein. Als Ausgangspunkt für seine Arbeit begann der in San Francisco lebende Béhar, nach Designbeispielen zu suchen, die maximale Ergebnisse mit minimalem Aufwand liefern, darunter auch das bekannteste Wahrzeichen seiner Heimatstadt, die Golden Gate Bridge.
Von ihr holte er sich die Anregung für sein SAYL-Konzept. Er orientierte sich an den Prinzipien, die Brücken trotz großer Lasten Tragfähigkeit verleihen, und wandte diese auf sein Design an. Die Tragesäule der rahmenlosen Rückenlehne verringerte neben dem Materialaufwand zugleich Gewicht und Umweltauswirkungen. Das flexible Elastomermaterial der Federung bot an Stellen mit Stützfunktion ein Höchstmaß an Spannung, ließ in anderen Bereichen hingegen möglichst großen Bewegungsspielraum.
Doch was hat es mit dem Namen auf sich? Weshalb "Sayl" und nicht etwa "Bridge"? Die Seitenansicht des Stuhls gibt die Herkunft des Namens zu erkennen. Sie erinnert an die geblähten Segel der unter der Golden Gate Bridge kreuzenden Schiffe. Und in Anlehnung an die Y-förmige Tragesäule des Arbeitsstuhls wurde das "i" in "sail", dem englischen Wort für Segel, kurzerhand durch ein "y" ersetzt.
Indem Béhar und unser Team jeden Bestandteil des Konzepts "Stuhl" grundlegend neu durchdachten, gelang es ihnen, ein besseres, intelligenteres Sitzmöbel zu schaffen, das in seiner Klasse neue Maßstäbe im Hinblick auf Leistung, Qualität und Ästhetik setzt.